Mittwoch, 31. März 2010

Klein, aber oho - "Der Schlüssel zum Unterbewusstsein" von Kathrin Emely Springer

Heute habe ich das kleine Buch des Mankau-Verlags erstmals nicht nur durchgeblättert und mich mit dem Inhalt vertraut gemacht, sondern es erstmals auch angefangen wirklich eingehend zu lesen.

Schon als ich das Buch zur Hand nahm, fiel mir auf, dass es sich hierbei nicht um ein typisches Sachbuch handelte, sondern um einen mit Anekdoten angereicherten Ratgeber zur besseren Lebensführung. Die Autorin Kathrin Emely Springer hat in ihrem kleinen Buch "Der Schlüssel zum Unterbewusstsein" erklärt, wie wir in unserem täglichen Alltag unser Unterbewusstsein verwenden, wie wir es so programmiert haben, dass es unser tägliches Handeln sabotiert. Mit zahlreichen Anekdoten aus ihrem beruflichen Alltag als Psychologin reichert Springer ihre zahlreichen Hinweise mit anschaulichen Beispielen an.

Schon im ersten Teil des Buches stellt die Psychologin einige provokante Thesen auf, so gibt sie dem Leser zu verstehen, dass nur er selbst für sein Glück verantwortlich ist. "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!", heißt es in einem bekannten Sprichwort. Kathrin Emely Springer greift dieses Sprichwort in ihrem Buch auf, indem sie anschaulich erklärt, wie unsere Lebenserfahrungen unser Unterbewusstsein programmieren und unser Unterbewusstsein daraufhin beginnt diese Programmierung in unserem Alltag einzubauen. Es gibt sich hierbei größte Mühe, unsere Lebensplanung, die Programmierung des Unterbewusstseins, in die Realität umzusetzen. Jemand, der durch andere erfährt, wie tollpatschig er doch ist, tritt zu einer hohen Wahrscheinlichkeit direkt in das nächste Fettnäpfchen. Wir müssen nur fest genug an unsere eigene Tollpatschigkeit glauben, sobald diese Annahme unser Unterbewusstsein erreicht hat, wird diese Annahme unseren Alltag "bereichern". Unser Unterbewusstsein gibt sich schließlich die größte Mühe alles zu unserer "Zufriedenheit" umzusetzen. Wenn wir uns also nun wünschen, dass wir tollpatschig sind, werden wir es sein.

Diese Erkenntnisse stellt die Autorin bereits im ersten Teil des Buches, den ich heute bearbeitet habe, ausführlich vor. Auch die Maurin habe ich ein wenig weiter gelesen. Aufgrund des laufenden Gewinnspiels ziehe ich es vor bis zum Ende des Gewinnspiels nur wenig darüber zu berichten, wie mir das Buch gefällt. Ich werde meine Meinung zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Rezension belegen. Inhaltliche Aspekte werde ich aber am Computer als Entwurf speichern, so dass es möglich sein wird jeden einzelnen Anteil dieser Leseerfahrung nach Beendigung des Gewinnspiels hier zu veröffentlichen. Über weitere Teilnehmer meines Gewinnspiels freue ich mich natürlich sehr. Heute habe ich wieder einige Antworten erhalten. Und ich darf sagen, dass ich mich über jede einzelne Antwort freue.

Dienstag, 30. März 2010

Ein tolles Foto...

... habe ich heute von einem Leser meines Blogs gesendet bekommen. Ich habe nicht schlecht gestaunt als ich es in meinem Postfach fand. Augenscheinlich wurde das Bild von dem Leser selbst aufgenommen. Es zeigt wohl eine Alhambra. Das Bild muss wohl augenscheinlich in Spanien worden sein. Im Rahmen des Buches, welches sich gerade, spielt die Alhambra eine große Rolle. Aus diesem Grunde ist es für mich natürlich auch interessant gewesen, zu sehen, wie man sich einen solchen Ort vorzustellen hat. Neben der Erklärung was dort passiert, wurde mir zudem erklärt, was ich auf dem Bild sehe.


Ich würde euch dieses Bild auch gerne zeigen, bin mir allerdings nicht sicher, ob mir dieses gestattet ist. Sollte der Fotograf dieses Bildes nun also etwas dagegen haben, dass ich dieses Bild in meinem Blog ausstelle, so soll er mir das bitte mitteilen. Selbstverständlich würde ich es dann umgehend entfernen. Schließlich bin ich nicht der Urheber und habe somit bei Ablehnung keine Rechte.

Heute habe ich wieder einige Seiten aus der Maurin gelesen und kann sagen, dass mich dieses Buch durchweg in seinen Bann zieht. Ich befinde mich zwar noch relativ am Anfang des großen Abenteuers und dennoch kann ich behaupten, dass mich die Protagonisten und hier insbesondere die Figur Zahra as-Sulami faszinieren. Sie erscheint mir als eine selbstbewusste Frau zurzeit des Mittelalters. Ich glaube auch aufgrund ihres Starrsinns kann das Buch noch interessant werden. Gerade ich mich mit Zahra beim Essen der Familie und lerne Deborah kennen. Zwar hat gerade ihren blauen Saphir verloren und ist darüber sehr besorgt. Sie versucht diesen Verlust vor ihrem Vater zu verschweigen. Eine alte Dienstherrin verspricht ihr bei der Suche zu helfen.


Heute möchte ich zu dem noch einmal an mein Gewinnspiel erinnern. Ich habe nämlich wieder einige tolle Einsendungen gesendet bekommen, freue mich jedoch weiterhin über viele Teilnehmer und Anregungen.

Foto: P. Thiel

Montag, 29. März 2010

Großartige Teilnahme beim Gewinnspiel und neue Bücher in der Post frisch eingetroffen

Mensch Leute, ich habe sogar schon die ersten Antworten bekommen, da freue ich mich, das ihr bei mein Gewinnspiel mitmacht. Weiter so! Damit ihr noch mehr Gelegenheit habt an meinem Gewinnspiel teilzunehmen, habe ich die Teilnahmezeit um eine Woche verlängert.

Auch über eine weitere Sache konnte ich mich heute freuen. Ich habe ein Päckchen vom Loewe-Verlag erhalten. Darinnen halten war das euch bereits angekündigte "Herz, klopf!" Von Agnes Hammer. Zusätzlich lag da auch noch Erebos. Von Erebos habe ich bereits einiges und auch bereits ein paar Meinungen gelesen. Wie ich den Roman einschätzen soll, weiß ich jedoch noch nicht, allerdings bin ich gespannt.

Nun lese ich erst einmal die Maurin zu Ende. Im Anschluss folgt dann ein kleines Buch des Mankau-Verlags und einiges zum Glücksdiabetiker. Was das ist werdet ihr dann erfahren.

Ihr seht Ihr könnt den nächsten Wochen mit mir rechnen. Genug Stoff über den ich euch berichten kann, habe ich im Moment. Insofern bin ich mit meinem Blog derzeit sehr zufrieden.

Ich würde mich freuen, auch weiterhin so regelmäßig gelesen zu worden um bedanke mich heute auch erst einmal allen, die sich an meinem Gewinnspiel beteiligt haben. Euch einen schönen Abend, ich gehe zu lesen.

Sonntag, 28. März 2010

Es ist soweit,...

... mein Gewinnspiel startet. Zu gewinnen gibt es: "Die Maurin" von Lea Korte. Natürlich von der Autorin signiert. Worum geht es?

Ende des 15. Jahrhunderts befindet sich Andalusien im Umbruch. Die Reconquista, die Rückeroberung des maurischen Spaniens für die christliche Krone, geht in ihre letzte Phase und es kommt zu erbitterten Kämpfen zwischen Mauren und Kastiliern. Vor diesem Hintergrund spielt Lea Kortes Roman über die junge Frau Zahra as-Sulamis, die aufgrund ihrer Familiensituation zwischen die maurisch-kastilischen Fronten gerät. Mit Zahra und ihrer Familie erleben wir die aufgewühlte Zeit der Reconquista.

Was müsst ihr nun tun um das Buch zu gewinnen? So schwer ist das nicht. Lest euch einfach Leseprobe durch und beantwortet mir die folgenden Fragen:
1. Welche Bedeutung hat der blaue Saphir für Zahra?
2. Was findet im Myrtenhof statt?
Ach ja, die richtigen Antworten sollt ihr natürlich nicht hier posten, sondern stattdessen per E-Mail an mich senden. Bitte verwendet hierzu das Formular, das ich bei den Worten mich verlinkt habe. Dort ist sowohl meine E-Mail-Adresse als auch der Betreff eingesetzt. In das Nachrichtenfeld schreibt mir bitte neben der richtigen Antwort auch eure Adresse.



Den Gewinner oder die Gewinnerin werde ich auf meinem Blog bekannt geben und per E-Mail informieren. Versendet wird das Buch durch die Autorin. Ich werde die Adresse des Gewinners oder der Gewinnerin an Lea weitergeben. Das Gewinnspiel läuft ab heute bis zum Freitag nach Ostern. Ausgelost wird mithilfe von Random.

Ich drücke euch die Daumen.Übrigens habe ich das Buch selbst gestern Abend begonnen und bin positiv überrascht, der Stil der Autoren ist trotz des schwierigen Themas leicht und flüssig zu lesen. Der Autoren gelingt es den Leser mit in die Handlung zu nehmen. Es ist alles wunderbar bildhaft und detailgetreu geschrieben.

Samstag, 27. März 2010

Rezension: "Notorisch Nerz" von Christine Lehmann

Wie ich in einigen vorausgehenden Beiträgen über dieses Buch kurz gesagt habe, handelt es sich um eine Anthologie, das heißt eine Sammlung von Kurzgeschichten. In diesem konkreten Fall sind es acht Kurzgeschichten, die jeweils zwischen 10 und 40 Seiten umfassen. Insgesamt hat das Buch 185 Seiten.

Christine Lehmann ist als Autorin keine Debütantin. Sie hat bereits 20 Romane veröffentlicht zuletzt "Mit Teufelsg'walt" (2009), welches ebenfalls bei Ariadne erschienen ist. Auch die so genannten Kurzkrimis, wie sie in diesem Buch gesammelt sind, ist kein Versuch der Autorin. Sie hat bereits 12 Stück geschrieben, acht dieser Kurzkrimis drehen sich um die Hauptfigur Lisa Nerz. Diese acht Kurzgeschichten worden nun in der Anthologie "Notorisch Nerz" von Christine Lehmann veröffentlicht.


Christine Lehmann wurde am 23. November 1958 in Genf geboren. Sie hat eine Schwester. Nach erfolgreichem Abitur im Jahr 1978 nahm sie an der Universität Stuttgart das Studium der Germanistik und Kunstgeschichte auf. Dort promovierte sie 1990 als Literaturwissenschaftlerin und arbeitet seitdem als Nachrichtenredakteurin beim heutigen SWR. Christine Lehmann ist verheiratet.


Auf die Frage "Wie viel Christine Lehmann steckt in Lisa Nerz oder umgekehrt?" Hat sie übrigens geantwortet: "So viel oder so wenig, wie eine Mutter genetisch in ihrem Kind steckt. Kinder entwickeln schnell ein Eigenleben, und die Eltern sind nicht mit allem einverstanden, was sie tun, lieben sie aber trotzdem." (http://www.lehmann-christine.de/)


Ich selber habe das Buch "Notorisch Nerz" eigentlich sehr gerne gelesen, auch wenn ich es nicht unbedingt als einen guten Einstieg in die Romanserie rundum Lisa Nerz sehen würde. Lisa Nerz ist eine eigensinnige Person, die durchaus selbstbewusst erscheint. Sie hat einen Dackel namens Cipión. Außerdem trägt sie gerne Anzüge und stolpert häufig in Kriminalfälle hinein. Des Weiteren unterhält Lisa eine Freundschaft mit dem Staatsanwalt Dr. Richard Weber. Diese Freundschaft spielt auch in den Kurzgeschichten eine nicht unwichtige Rolle.


Man merkt jeder Figur an, dass sie mit viel Liebe zum Detail skizziert wurde. Die Charaktere sind vielschichtig und haben eine Vorgeschichte. All dieses lässt sie menschlich erscheinen. Aufgrund der etwas egozentrischen Art der Hauptfigur Lisa Nerz sind die Geschichten häufig sehr skurril. Sie sind außerdem sehr abwechslungsreich und keinesfalls langweilig.


Die Handlungen selbst könnten unterschiedlicher nicht sein. Selbst die Spielorte der Kurzgeschichten unterscheiden sich. Die erste Geschichte beschäftigt sich mit dem Thema Wein. In der zweiten erforschen Lisa Nerz und Richard einen Zwischenfall der Vergangenheit und besuchen zu diesem Zweck eine Universitätsbibliothek.


Doch ich will keinesfalls zu viel über die Geschichten sagen, nur so viel Lisas einzigartige Art lässt die Geschichten zu etwas ganz Besonderem werden. Aus diesem Grund kann ich jedem diese Geschichten ans Herz legen. Sie sind abwechslungsreich und kreativ.


Meiner Meinung nach geht die Vielfältigkeit der Handlungen zum größten Teil auf die Komplexität der Figuren zurück. Die Figuren sind keinesfalls eindimensional, sondern haben viele Gesichter.


Ich bedanke mich beim Ariadne-Verlag für die Bereitstellung der Bücher "Taxi ins Chaos" von Martha Miller und "Notorisch Nerz" von Christiane Lehmann.

Foto: ariadne bei argument

Freitag, 26. März 2010

Es gibt ein Ostergewinnspiel

Heute habe ich eine besondere Überraschung für euch, obwohl es mir echt nicht so gut geht. Ich habe Stress wegen meines Volontariates mit der Hochschule.

Dennoch möchte ich euch jetzt in der Osterzeit etwas Gutes tun und starte am Sonntag ein Gewinnspiel, welches genau bis zum Ostersonntag dauert. Am Sonntag gibt es nähere Infos dazu. Verlost wird übrigens, wie sollte es anders sein, ein Buch.

Morgen bekommt ihr erst einmal die Rezension zu "Notorisch Nerz" von Christine Lehmann. Ihr dürft euch also freuen. Ich wünsche euch allen einen besseren Tag als meiner es heute war.

Donnerstag, 25. März 2010

Neuigkeiten für die Vielleserin

Heute habe ich eine E-Mail bekommen. Zukünftig unterstützt auch der Loewe-Verlag mit script5 meinen Blog. In der nächsten Woche wird das Buch "Herz, klopf!" bei mir ankommen. Es handelt sich hierbei um einen Psychothriller, der sich mit Internetfreundschaften in der realen Welt befasst. Der Fall: Ein Mädchen verschwindet während des Düsseldorfer Straßenkarnevals spurlos.Ich bin gespannt auf dieses Buch.

Dennoch werde ich vor Ostern ein anderes Buch lesen, da ich glaube, es passt zur österlichen Stimmung, obwohl es mit Ostern selbst nicht viel zu tun hat.

"Notorisch Nerz" habe ich weitergelesen, da ich natürlich hier darüber schreiben möchte. Die Kurzgeschichten lassen sich gut lesen und Lisa Nerz wirkt durch ihre ganz besondere Art und Herangehensweise schon sehr skurril, dennoch muss ich gestehen, dass ich mit den vielen kurzen Geschichten keinen tiefergehenden Eindruck von den Figuren bekomme. Was ist das Besondere an der Figur Richards und in welcher Beziehung steht er zu Lisa?

Meiner Meinung nach wäre ein Roman mit der Hauptfigur Liza Nerz für mich ein besserer Einstieg gewesen. Dieses macht aber die Geschichten nicht schlechter. Kurzgeschichten gehen schließlich schon aufgrund ihrer Form nicht besonders in die Tiefe, sondern erzählen meist zeitlich oder räumlich begrenzte Handlungen.

Mittwoch, 24. März 2010

Eine Besonderheit...

... gibt es bei "Notorisch Nerz". Die Anthologie besteht aus acht Kurzgeschichten. Christine Lehmann hat jeweils am Ende der Kapitel den Kontext der Geschichten erklärt und so dann die originale Erstveröffentlichung angeführt. Diese Besonderheit mag ich sehr, da sie mir als Leser noch mehr Hintergründe über die Entstehung der einzelnen Geschichten vermitteln. Diese Besonderheit der Fußnoten ist so selten in Büchern zu finden, dass ich mich über jede Fußnote, die so wie in diesem Buch aufgebaut ist, freue. Diese Fußnoten geben Antworten auf Fragen, die man normalerweise einen Autor direkt fragen würde. Schön, dass es hier so viele Antworten gibt, obwohl die Fragen noch nicht mal gestellt wurden. Dennoch wirft dieses System auch neue Fragen auf.

Dienstag, 23. März 2010

Christine Lehmann: "Notorisch Nerz"

Gestern habe ich den ersten von insgesamt acht kurzen Nerzen gelesen. Die Kurzgeschichten rund um Lisa Nerz haben mir eigentlich sehr gut gefallen. Einziges Problem: Den Dialekt (schwäbisch) behersche ich noch nicht richtig. Aus dem Grund werde ich mich wohl ein wenig einlesen müssen, aber das sollte ja nun wirklich kein Problem werden.
Das Cover von "Notorisch Nerz" gefällt mir übrigens ausgesprochen gut. Es ist wunderbar abstrakt und greift den Inhalt nur in der Annahme auf, dass es sich um eine Frau handeln könnte.
Ich freue mich auf's Weiterlesen!

Montag, 22. März 2010

Martha Miller: "Taxi ins Chaos"

So, das war es nun also. Ich habe das Buch durch. Schade, es war gut zu lesen und inhaltlich abwechsungsreich und unterhaltsam. Auch die Spannung war gut dosiert.

"Taxi ins Chaos" von Martha Miller erzählt einige Monate aus dem Leben von Trudy Thomas. Trudy ist 47, Taxifahrerin und durchweg chaotisch.
Trudy bringt eine Frau zu einem Hotel. Sechs Wochen später wird die Taxifahrerin in ihrer Zentrale von der Polizei befragt. Über Anita Alvarez schweigt sie jedoch und tut so, als würde sie sich nicht an die junge Latina erinnnern.

Als diese am Abend vor ihr steht und sich nach einem verlorenen Schlüssel erkundigt, beschließt Trudy sich auf einen Flirt mit der hübschen Latina einzulassen. Sie verabreden sich zum Abendessen. Doch Anita versetzt Trudy, die darufhin in die Zentrale der Taxifirma geht. Dort findet Trudy Lotti tot auf der Toilette sitzen. Doch damit beginnt Trudys Abenteuer erst, denn "Leichen pflastern ihren Weg".
Der Klappentext bereitet den Leser darauf vor, was ihn erwarten wird: "Die allmähliche Wandlung der harmlosen, genügsamen Taxifahrerin Trudy Thomas zur improvisierten Undercover-Agentin: ein fesselnder Krimi mit Action, warmem Witz und verblüffenden Wendungen." Dem Klappentext stimme ich durchaus zu. Es ist ein fesselnder, humorvoller Krimi mit Witz und voller Charme.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen. Die Stimmung wurde stilistisch gut umgesetzt. Die Handlung nimmt die chaotische Stimmung gut auf und stürzt den Leser in große Verwirrung. Ab Seite 80 möchte man das Buch am liebsten garnicht mehr aus der Hand legen, da man wirklich gerne heraus bekommen möchte, was denn jetzt wirklich passiert ist. "Statt eines Flirts gibt es Lügen, Ausflüchte und Männer mit Schusswaffen. Und schon steckt Trudy mitten in einem Chaos aus Gewalt, Intrigen und Geheimnissen …", sagt der Klappentext. Was also ist "Wahrheit" und was "Lüge"? Was führt wirklich zu dem Chaos und überhaupt wer hat Schuld an Lottis Tod?
Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel vom Inhalt vorweg nehmen. Aus diesem Grund sage ich jetzt nur noch so viel. Das Lesen des Buches lohnt sich. Am Ende der Geschichte sind alle Fragen und alle Verwirrungen beseitigt. Der Leser versteht also am Ende die ganze komplexe Geschichte.
An dieser Stelle bedanke ich mich beim argument-Verlag mit ariadne für das Bereitstellen des Buches.
Foto:argument-Verlag

Samstag, 20. März 2010

Diana Gabaldon hat in Dortmund signiert

Gestern hat Diana Gabaldon in der Mayersche Dortmund Bücher signiert. Da war ich natürlich mit dabei. Es war sehr voll und doch ging es schnell. Man spürte die Anspannung einiger Fans, aber dennoch war es eine positive Stimmung und Atmosphäre.
Ich vermute jedoch, dass die Mayersche nie so viele Highland-Saga-Bücher an einem Tag verkauft hat wie
gestern.
Auch der Autorin merkte man die Freude über die Signierstunde an.
Anmerkung bezüglich der Kommentare:
Es ist richtig, die Bilder sind leider etwas verschwommen. Das war und ist mir bekannt. Ich habe mich trotzdem entschieden sie hier zu zeigen, da sie Stimmung sehr gut einfangen. Bei Portraitaufnahmen liegt normalerweise eine Weichzeichnung des Gesichts vor. Diese ist aufgrund der gespannten Atmosphäre und der großen Geschwindigkeit jedoch etwas zu stark geworden, deshalb wirken die Bilder leicht unscharf.
Der Landschaftmodus der Digitalkamera hätte hier Abhilfe geschaffen, allerdings hätten Gesichter dann härter gewirkt und der Effekt der atmosphärischen Fotos wäre kaputt gegangen.
Gabi hat mit ihrer Meinung ins Schwarze getroffen. Die Autorin wirkte durchweg sympathisch und entspannt. Obwohl schätzungsweise 500 Leute anwesend waren (vorzugsweise Frauen) durfte gelacht werden. Auch die Fans hatten Geduld und unterhielten sich prächtig miteinander. Die Zeit des Wartens ging schnell vorüber. Einige Ehepartner hatten sich, vermutlich um dem Gedränge zu entgehen, in das angrenzende Café der Mayersche zurück gezogen. Auch dort war die Stimmung sehr gut. Sowohl im Café als auch in der langen Schlange der Wartenden verteilten einige Büchhändlerinnen Original Scottish Shortbreads.

Freitag, 19. März 2010

Diana Gabaldon signiert in Dortmund

Heute gibt Diana Gabaldon in der Mayersche Dortmund Autogramme. Ich werde hingehen und mir ein Autogramm abholen. Da bin ich mal gespannt. In dem Blog Verlorene Werke wurde über ihre gestrige Berliner Lesung informiert:VerloreneWerke: Diana Gabaldon liest in Berlin! Ich bin mal gespannt, ob die Autogrammstunde interessante Informationen mit sich bringt. Auf jeden Fall wird es hier Weiteres dazu geben.

Donnerstag, 18. März 2010

Martha Miller: "Taxi ins Chaos"

So, nun hat unsere liebe Trudy ein echtes Problem. Sie wurde angeschoßen. Nach zwei Tagen im Krankenhaus erholt sie sich nun wieder in ihrem Trailer. Doch das ist des Problems nicht genug. Sie ist pleite. Ihre Ex-Freundin möchte sie zurück und zu allem Überfluss erwartet Toni, die Polizistin, antworten, da ist guter Rat teuer denn Trudys Krankenverischerung - Sie ist eine der wenigen Taxifahrerinnen in den USA,die eine Krankenversicherung haben!- zahlt nur, wenn es ein Raubüberfall war. Für grobe Idiotie haftet die Kasse nicht. Wie also löst Trudy ihr Problem? Dealt Anita Alvarez mit Drogen? Welches dunkle Geheimnis ist echt? Die Geschichte wirft immer mehr Rätsel auf und zieht den Leser immer mehr in seinen Bann...

Mittwoch, 17. März 2010

Martha Miller: "Taxi ins Chaos"

Auch gestern habe ich wieder "Taxi ins Chaos" von Martha Miller gelesen. Das Buch ist nach wie vor sehr unterhaltsam und absolut spannend. Inzwischen fiebere ich mit und frage mich ob die Geschichte rund um Anita Alvarez stimmt. Wenn ja, wer hat dann die gute Rosi umgebracht? In jedem Kapitel ergibt die Geschichte einen Sinn. Doch dieser ändert sich von Seite zu Seite. Auch wenn der Humor in einigen Szenen im Vordergrund zu stehen scheint, verliert das Buch nie an Spannung. Ich freue mich bereits darauf es weiter zu lesen.

Dienstag, 16. März 2010

"Taxi ins Chaos" von Martha Miller

Gestern habe ich die ersten vier Kapiel von "Taxi ins Chaos" von Martha Miller gelesen. Mensch, das Buch ist stark. Auf den ersten 50 Seiten ist schon verdammt viel passiert. Da ich euch gestern den Klappentext hier zitiert habe, gibt es heue natürlich keine Zusammenfassung der ersten vier Kapitel, nur soviel es gibt schon eine Tote. Der Leser wird bereits im ersten Kapitel in die Handlung hinein geschleudert. Dort begegnet der Leser auch Trudy Thomas und steigt voll in die Geschichte ein. Auf den ersten zwei, drei Seiten gibt es eine kurze Hinführung, die quasi als Katapult dient. Hier fragt sich der Leser schon bald: Hä, Was ist denn passiert?
Was passiert ist, erfährt der Leser dann im Anschluss. Ihr merkt das Buch ist sehr rasant. Schon die ersten Kapitel weisen einen hohen Actongehalt auf, aber eben soviel Humor.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht, der Stil macht mir auf jeden Fall Spaß. Er ist abwechslungreich, schnell und voller humoriger Spitzen.

Ich danke dem Argumentverlag für das Bereitstellen des Buches.
Foto: ariadne bei argument

Montag, 15. März 2010

Frisch eingetroffen: "Taxi ins Chaos" von Martha Miller und "Notorisch Nerz" von Christine Lehmann

Heute waren "Taxi ins Chaos" von Martha Miller und "Notorisch Nerz" von Christine Lehmann in meinem Briefkasten. Beide Bücher sind aus dem Verlag ariadne, der zum Argument-Verlag gehört, erschienen.
Der mit ihr einen Eindruck davon bekommen, worum es geht, hier die Klappentexte.

Notorisch Nerz


"Acht kurze Nerze. Lisa Nerz sucht die Wahrheit im schwäbischen Wein, der kein Spukrätsel in Jena auf, lernt das eigenwillige Geschichtsverständnis von Uhlbach kennen und knobelt mit der Hamburger Mathematiker-Elite... Notorisch Nerz versammelt Lisa Nerz-Eskapaden, schelmisch, auch fein und dunkel: zum Kennenlernen oder als Nachschub für Unersättliche."
Da bin ich gespannt. Ich kenne Lisa Nerz und ihre Geschichten noch nicht. Doch dieser Klappentext sowie die kurzen Bewertungen aus der Presse machen neugierig. Bevor ich mit der Maurin, die ich vor Ostern lesen wollte, anfange werde ich nun das kurze, aber höchstwahrscheinlich humorvolle Vergnügen der acht kurzen Nerze genießen.

Taxi ins Chaos

"Leichen pflastern ihren Weg. Ein herbstliches Unwetter. Ein roter Regenschirm. Ein lila Taxi. Eine kurze Phase - und zwei Wochen später steht die Polizei vor der Tür. Der Taxifahrerin Trudy Thomas ist die junge Latina durchaus aufgefallen, schließlich hat sie einen Blick für schöne Frauen. Aber das muss sie ja den Cops nicht auf die Nase binden. Dann braucht die Frau plötzlich wieder auf. Sie sucht einen Schlüssel - vielleicht auch einen Flirt? Prodi lässt sich nicht ungern auf eine kleine Verschwörung ein. Doch nichts läuft wie geplant. Statt eines Flirts gibt es Lügen, Ausflüchte und Männer mit Schusswaffen. Und schon steigt Trudy mitten in einem Chaos aus Gewalt, Intrigen und Geheimnissen..."
Auch dieses Buch finde ich sehr interessant. Da ich auch hier nicht weiß, was mich erwartet, bin ich auch hier sehr gespannt. Ich werde nun allerdings mit einem der beiden Bücher anfangen müssen. Mal schauen welches das wohl sein wird. In der Hand halte ich zurzeit Taxi ins Chaos. Es hat 253 Seiten. Notorisch Nerz hat übrigens 192 Seiten. Ich glaube, ich werde mit dem dickeren die beiden beginnen, eventuell folgt "Notorisch Nerz" dann jedoch erst nach Ostern. Denn zu Ostern werde ich auf jeden Fall "Die Maurin" lesen, da es sich mit Religionskonflikten beschäftigt. Was passt da besser als Ostern?
Fotos: ariadne bei Argument

Sonntag, 14. März 2010

Rezension: “Für Fortgeschrittene” von Alek Popov

Bereits gestern habe ich euch die Rezension von "Für Fortgeschrittene" von Alek Popov angekündigt. Heute ist sie da. Ihr dürft gespannt sein. Los geht's!

Über den Autor


Alek Popov wurde 1966 in Sofia, der Hauptstadt Bulgariens, geboren. Dort studierte er bulgarische Philologie und wurde Kulturbeauftragter der bulgarischen Botschaft in Großbritannien und Nordirland. Er ist der Autor von Hörbüchern, Drehbüchern und einer Reihe von Erzählungen. Seine Werke wurden bereits mit Preisen wie dem Helicon ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Die Übersetzung des Buches "Für Fortgeschrittene" aus dem Bulgarischen ins Deutsche stammt beispielsweise von Alexander Sitzmann.


Aufbau und Inhalt des Buches


"Für Fortgeschrittene" ist eine Anthologie, eine Sammlung von Erzählungen, die insgesamt 282 Seiten und 20 Erzählungen umfasst. Die Geschichten selbst haben sehr unterschiedliche Themen. Alle weisen jedoch eine gemeinsame Handlungsidee auf. Sie spielen mit Macht und üben so Kritik an der Gesellschaft und an der Machtposition der Regierung.

Die Kurzgeschichten spielen in der Zeit der UdSSR und sind damit vielleicht in den Augen einiger Leser nicht mehr ganz aktuell. Der Autor selbst erklärt seinen Lesern jedoch in einer Anmerkung, dass er aus dem Begriff UdSSR nicht einfach Russland machen konnte, da seine Geschichten durch diese Änderung nicht mehr authentisch seien. Die Strukturen der Länder seien andere.
Insgesamt beschäftigen sich die Geschichten, wie oben bereits angemerkt, mit Gesellschaftskritik, diese reicht von Familienplanung über Obdachlosigkeit und Isolation bis hin zum Mord. Trotz dieser ernsten Themen gelingt es dem Autor den Leser mit schwarzem Humor zum Lachen zu bringen.
Der Klappentext hat den Leser ja bereits auf das Kommende vorbereitet. Man sollte mit allem rechnen. Hier nun ein Zitat vom Klappentext: "Wundern Sie sich nicht, in Bulgarien ist vieles anders, aber längst nicht alles verkehrt. Und genau davon handeln die Geschichten, die Alek Popov so wunderbar zu erzählen weiß und die dieses Buch versammelt."
Diesem ersten Hinweis kann ich so zustimmen, bei Alek Popov erwartet den Leser viel Unerwartes. Manchmal bringt er einen regelrecht aus dem Konzept, aber das Lesen dieses Buches amüsiert. Man kann praktisch mithilfe dieser Geschichten einen Film im Kopf drehen und anschauen.
"Wo bei anderen der Spaß aufhört, beginnt bei Alek Popov der Irrwitz. Er ist ein begnadeter Satiriker, scharfsinnig und unterhaltsam, ein Meister des Slapstick, der über den Abgründen tanzt. Das ist gnadenloser Humor: Humor für Fortgeschrittene."
Den Satiriker merkt man den Geschichten durch aus an. Er lässt seine Protagonisten gerne in Situation hineinrutschen, die keiner gerne erleben möchte. Die Figuren tun einem echt leid und doch findet man immer irgendwo irgendetwas über das man schallend lachen muss bis einem dann das Lachen im Halse stecken bleibt.

Meine Meinung


Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die vielen (20) kleinen Geschichten regen einen zum Nachdenken an. Das ist doch nicht möglich, wollte ich zuerst denken. Ist es das tatsächlich nicht oder ist der Wunsch der Vater des Gedankens?

Ich bedanke mich noch mal recht herzlich beim Leseladen Pforzheim für das Buch.

Foto:Residenzverlag.at

Samstag, 13. März 2010

Frisch eingetroffen: "Die Maurin" von Lea Korte

Vor einigen Tagen habe ich von Lea Korte das Angebot bekommen, ihr neues Buch "Die Maurin" zu rezensieren. Das Angebot habe ich natürlich dankend angenommen. Mit der Lieferung habe ich frühstens am Montag gerechnet. Doch nun ist es da. Ich freue mich.
Jetzt lese ich heute "Für Fortgeschrittene" von Alek Popov zu Ende, das ich, wie ihr ja wisst, beim Leseladen Pforzheim gewonnen habe, und starte dann morgen mit der Maurin.
Das Buch macht mich richtig neugierig. Ich habe schon viel Positives darüber gelesen. Bis zu Leas Angebot hatte ich den Klappentext und die Leseprobe gelesen. Nachdem ich Leas Angebot begeistert angenommen hatte, habe ich außerdem noch den Blog von wortakzent gefundenund auch dort einen sehr schönen Eindruck von dem Buch bekommen.
Ach ja, bevor ich es vergesse, heute bin ich auf einen Backlink aufmerksam geworden. Auch darüber habe ich mich natürlich gefreut, aber wenn ich erst so spät davon erfahre, kann ich auch nicht zurücklinken. Also, wenn mich jemand verlinkt, gerne, wenn ihre verlinkt werden wollt, schreibt mir nur eine kurze Notiz. Ich beiße nicht und verlinke gerne zurück.
Foto: Droemer Knaur

Freitag, 12. März 2010

Alek Popov: "Für Fortgeschrittene"

Heute kann ich euch sagen, ich habe wieder drei Kapitel gelesen. "Für Fortgeschrittene" von Alek Popov ist ein Buch, das mehrere Kurzgeschichten beinhaltet. Die Geschichten sind unabhängig voneinander und gut lesbar. Es lässt sich einfach nachvollziehen welche Gesellschaftskritik der Autor gerade üben möchte. Der schwarze Humor macht das Buch zusätzlich interessant. Bisher kann ich meine Meinung von gestern bestätigen. Das Buch begeistert mich. Heute werde ich euch keine Zusammenfassung der Kapitel liefern, sonst bräuchte es ja nicht mehr lesen. Sobald nur so viel, der Klappentext hat Recht behalten. Ein bisschen erinnert es tatsächlich an Monty Python.

Dank Google und der Homepage von Familie Ahlers konnte ich mir nun einige Sketche oder besser gesagt einige Skripte von Monty Python durchlesen und mir so einen ersten Eindruck des Humors verschaffen.

Damit ich euch auch morgen wieder von "Für Fortgeschrittene" erzählen kann, höre ich jetzt auf und lese weiter.

Ich wünsche euch allen einen schönen Abend und verabschiede mich bis morgen.

Donnerstag, 11. März 2010

Alek Popov: Für Fortgeschrittene

Gestern Abend habe ich das Buch "Für Fortgeschrittene" von Alek Popov begonnen und muss sagen: Die erste Kurzgeschichte ist genial. Sie strotzt vor schwarzem Humor. Damit ihr wisst wovon ich hier rede, gebe ich euch hier eine kurze Zusammenfassung: Ein Mann, der Ich-Erzähler Sascha, lernt im Internet eine Frau kennen. Es ist Viktorija aus Moskau. Nach einigen E-Mails möchte Viktorija unseren Ich-Erzähler persönlich kennenlernen. Sie plant mit dem Flugzeug von Moskau nach Bulgarien zu reisen. Statt Viktoria reist Slist an. Er erzählt Sascha, dass Viktorija seine 13-jährige Tochter sei, die sich einen Scherz erlaubt hat. Einige Tage später ist Slist abgereist und Sascha findet einen Brief. Der Leser wird durch den Brief auf die Idee gebracht, dass Slist Viktorija umgebracht haben könnte. An dieser Stelle endet die erste Kurzgeschichte, der Ausgang ist offen.

Der Schreibstil von Alek Popov ist leicht verständlich, aber trotzdem sehr unterhaltsam. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Natürlich kann ich euch hier nicht jede Kurzgeschichte zusammenfassen, sonst bräuchtet ist das Buch ja nicht mehr lesen. Trotzdem hoffe ich, dass ich euch durch diese kurze Einführung neugierig auf meine Rezension gemacht habe.

Mittwoch, 10. März 2010

Helene Hegemann: Axolotl Roadkill


Vor einigen Tagen fiel mir durch Zufall das Buch "Axolotl Roadkill" von Helene Hegemann in die Hände. In den Medien hatte man bereits so viel lesen, dass ich neugierig wurde und so nutzte ich die Chance, das Buch lesen zu dürfen. Dank der Büchereule konnte ich an der Testleserunde teilnehmen und mir selbst einen Eindruck von diesem Buch machen.
Ich muss schon sagen, das Buch ist wirklich schockierend, und das nicht nur wenn man den Inhalt betrachtet. Wer dieses Buch liest, braucht starke Nerven. Ansonsten bricht auf Seite 10 bereits ab. Die Sätze wirken stark konstruiert, und teilweise ohne Bezug aufeinander. Wer in diesem Buch einen roten Faden sucht, sucht vergeblich, aber Ich glaube um einen roten Faden ging es in diesem Buch auch gar nicht. Es ging vielmehr darum die Gedankenwelt eines pubertierenden Teenagers. Hier ist Helene Hegemann ein gutes Werk geglückt. Sie schaffte es, den Leser so zu verwirren, dass der sich ebenfalls vorkam wie ein pubertärer Teenager. Das ging natürlich zu Ungunsten des roten Fadens. Diesen habe ich im Buch vergeblich gesucht.
In "Axolotl Roadkill" geht es um den Alltag von Mifti, die sich in dieser Welt nicht wirklich wohlfühlt und ihre Umgebung hinterfragt. Obwohl sie offensichtlich nicht dumm ist, steigert sie sich in extremer Weise in bestimmte Situationen ihres Lebens hinein.
Schon der Covertext macht klar, worauf der Leser sich einzulassen hat. Das Cover selbst bezeichnet das Buch als "radikal, klug, abgründig". Diese drei Begriffe treffen so ziemlich genau den Kern des Buches. Das Buch selbst würde ich als radikal in seiner Schreibweise und Äußerung bezeichnen. Klug war die Idee, wie sich der Leser in die Gedankenwelt Miftis hinein begeben muss und abgründig die Handlung, welche der Leser mit Mifti und ihrer Gesellschaft erlebt.
Im Folgenden erklärte das Cover, der Roman erzähle "vom Leben in einer Welt, die sich von allen Konventionen befreit hat." Auch diesem Satz kann ich ohne weiteres zustimmen, zeigt das Buch doch seinen Lesern wie wichtig Konventionen sind. Konventionen sind Vereinbarungen, die man nicht so ohne weiteres umgehen kann, ohne der Gesellschaft einen wichtigen Teil zu nehmen. Konventionen zeigen den Respekt einer Gesellschaft im Umgang miteinander. Sie sind die Gesetze, die nicht niedergeschrieben wurden.
Die Befreiung von den Konventionen erlebe ich in diesem Buch ebenso radikal, wie den Umgang mit Drogen in dieser Erzählung. Wie kann ein Mensch sagen, dass es kein größeres Glück als Drogen gibt und, dass er auch nie wieder ein so gutes Gefühl wie high sein erleben wird. Ich meine, was soll das? Es gibt genug kritische Bücher, welche sich ebenso unterhaltsam mit Drogen auseinandersetzen. Dieses Buch beschönigt den Drogenkonsum. Braucht eine Gesellschaft so etwas? Hier sollte die klare Antwort lauten: "Nein!" Was wir brauchen sind Jugendbücher, die sich kritisch mit Gesellschaft beschäftigen und gesellschaftskritische Themen entsprechend kritisch beleuchten. Wir brauchen nicht unbedingt ein Buch, bei dem der Leser am Ende nicht weiß, worum es ging.
Meiner Ansicht nach gibt das Buch viel her, solange man es konzentriert und aufmerksam verfolgt, aber es ist meiner Meinung nach nicht das Wunderkind-Werk, welches in vielen Medien bejubelt wurde und dann aufgrund der Urheberrechts-Geschichte fallen gelassen wurde und zu neuen Diskussionen führte. Es ist meiner Meinung nach das ganz normale Werk, eines Teenagers, der gewillt war ein gutes Buch zu schreiben. Der Wortschatz gibt da eine Menge her. Inhaltlich merkt man dem Buch aber durchaus an, dass Helene zu jung ist, um diesem Werk die entsprechende Lebenserfahrung mitzugeben. Anhand dieser Idee ist es nur verständlich, dass sie Teile eines anderen Autors genutzt hat. Es ist verständlich, aber keinesfalls respektabel.
Auch diesen Aspekt des Urheberrechts möchte ich an dieser Stelle noch einmal besprechen: Es gibt nicht umsonst etwas wie das Urheberrecht. Geistiges Eigentum ist schützenswert. Geistiges Eigentum sollte dann auch entsprechend respektiert werden. Was würde wohl Helene sagen, wenn man einfach aus ihrem Buch zitieren würde und dann darauf verweisen würde: "In der nächsten Auflage erwähne ich es sogar!" Das ist ja toll! Der Person, die ihr geistiges Eigentum ungefragt an die Leser dieses Buches geben musste, wird das doch sicherlich gefallen. Schade nur, dass der edle Spender so rein gar nichts davon hat! In dem Blog von Laura Marnon Sophia heißt es: " HUT AB vor deinem krassen wortschatz, helene!" Ich kann mich dieser Aussage nur anschließen Hut ab, Helene, vor so viel Dreistigkeit!
Dabei fällt mir ein: Hat sich eigentlich schon jemand Gedanken gemacht, wie es zu dem Titel kam? Was ist ein Axolotl? Ein Axolotl ist ein Lurch, der die Fähigkeit hat Teile seines Körpers selbstständig zu regenerieren. Ob Helene sich diesen Titel bewusst ausgesucht hat um damit auszudrücken, dass sich auch ein schlechtes Leben regeneriert?

Foto: ullstein.de

Dienstag, 9. März 2010

Alek Popov: Für Fortgeschrittene

Das Buch lag gerade in meinem Briefkasten, falls man den Fußboden vor der Haustür als solchen bezeichnen kann. Gefreut habe ich mich natürlich trotzdem. Ich habe es nämlich bei einem Gewinnspiel des Leseladen Pforzheim gewonnen. Nun bin ich gespannt. Ich habe nämlich bisher weder etwas von dem Autoren hat, noch habe ich eine konkrete Vorstellung, was mich wohl erwarten wird. Auf dem Klappentext steht es sei wie Monty Python auf Bulgarisch.
Jetzt bin ich gespannt,
Monty Python habe ich schon mal gehört, aber was mich genau er war weiß ich nicht. Auf jeden Fall werde ich euch hier davon berichten, wenn ich es gelesen habe.


Montag, 8. März 2010

Christian Mähr: Alles Fleisch ist Gras Rezensionen | vorablesen.de

Das Buch "Alles Fleisch ist Gras" von Christian Mähr überzeugt mich von seinem Inhalt. Mähr geht in seinem Buch davon aus, dass man alles "Schlechte" ausrotten kann. Anton Galba hat eine Affäre mit seiner Mitarbeiterin Helga. Diese Affäre stört jedoch Roland Mathis. Er droht Galba damit, sie vor seiner Ehefrau auffliegen zu lassen. Es kommt zum Streit. In einem Handgemenge fällt Mathis die Treppe hinunter und stirbt. Ein klassischer Unfall - nach dreitägiger Abwesenheit meldet die Firma den Arbeitnehmer Mathis vermisst. Die Ermittlungen werden aufgenommen. Es wird überlegt, was passiert sein kann. Anton Galba hilft der Polizei sogar bei der Suche. Diese verläuft jedoch erst einmal im Sande.Im Verlauf des Buches erfahren wir Hintergründe. So erfahren wir, dass Anton Galbas Wurzeln im slawischen Raum liegen. Auch erfahren wir, dass die Affäre zwischen Anton und Helga in den Augen von Roland eine Blutschande darstellen. Helga, die deutscher Abstammung ist, sollte sich nach Meinung von Roland nicht auf eine Affäre mit dem slawischen Chef einlassen. Die Ermittlungen laufen langsam und träge. Der Leser erfährt viel über Hintergründe und erfährt auch kleine Details aus dem Leben der Protagonisten.Christian Mähr hat als Journalist einen ganz besonderen Schreibstil, der eigentlich durch Leichtigkeit glänzen sollte. Durch umständliche, meist verschachtelte Sätze, ist das Lesen dieses Buches hingegen unerwartet schwer. Der Leser erfährt meines Erachtens sehr viele Details, die er ohne ihre Erwähnung sicherlich auch er einen könnte. Aus diesem Grund war es an manchen Stellen sehr schwierig den roten Faden der Geschichte zu behalten und nicht in kleine Details abzustreifen. Dennoch hat mir das Lesen große Freude bereitet, da ich die Geschichte im Großen und Ganzen sehr gut fand. Meines Erachtens sollte man dieses Buch keinesfalls aufgrund des komplexen Schreibstils direkt aus der Hand legen, denn wer einmal verstanden hat, worum es in dem Buch geht, hat einen direkten Bezug zu einer guten Geschichte. Die Geschichte, die sich zum Teil auch mit dem Rechtsextremismus innerhalb eines kleinen Dorfes befasst, lebt meiner Meinung nach von den vielen kleinen Details, die den Schreibstil des Autoren kompliziert erscheinen lassen.Das Thema Rechtsextremismus ist meiner Meinung nach auch in der heutigen Zeit noch aktuell. Schließlich gibt es auch heutzutage noch rechtsextremistische Gruppen, die durchaus ähnliche Ansichten vertreten, wie sie in diesem Buch dargestellt werden. Das Buch ist ein lohnendes Werk, für Menschen, die sich gerne kritisch mit ihrer Umgebung und Gesellschaft auseinandersetzten möchten.

Christian Mähr: Alles Fleisch ist Gras Rezensionen vorablesen.de
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